Weltfrauentag 8. März 2014 | Feminismus & Krawall

Was für ein Frauentag !! Was für eine Preisverleihung!!

Hier die Ersten Fotos vom Frauentag 2014 in Linz

Die ersten Fotos vom Frauentag 2014 Linz - Danke an Zoe*fotografie

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Ab 11.30 Uhr waren alle eingeladen sich am „Radioballett“ zu beteiligen. In einem Hörstück wurden choreografische Instruktionen vermittelt, durch deren Ausführung die üblichen Verhaltensformen im öffentlichen Raum gebrochen wurden.
Der städtebauliche Raum wird nicht nur räumlich neu erlebbar sondern erfährt auch eine akustische Transformation. Um beim Radioballett am Hauptplatz mittanzen zu können sind Handy mit UKW-Empfang oder ein portables Radio und Kopfhörer notwendig.

Von 13 bis 15 Uhr standen live Musik-Performances auf dem Programm. Darunter die „Butcher Babes“, eine der wenigen All-Girl-Punk-Bands aus Österreich, die mit einer rotzigen Combo aus schnellem Schlagzeug, rauen Gitarrenriffs, originellem Bass und röhrenden Vocals in den Gehörgängen hängen bleiben.

Ab 15 Uhr wurden auch die von „Papergirl Linz“ gesammelten Einsendungen von (papier)begeisterten KünstlerInnen, per Rad an PassantInnen in Linz verschenkt.

Die „Anthropophagische Prozession am Heiligen Frauentag“ startete um 15 Uhr mit der Grußbotschaft „Gehet hin in Unersättlichkeit und das subversive Lachen in Zeiten des verordneten Ernstes begleite euch in alle Ewigkeit! Feminismus und Krawall sei mit euch!“ entlang der Landstraße zum Martin-Luther-Platz.
Die Strategie der Anthropophagie, der „Menschenfresserei“, zielt auf kulturelle Aneignungsverfahren des Fremden: Das Andere wird verschlungen, dem eigenen Stoffwechselsystem zugeführt und dient somit als Baustein einer eigenen unverwechselbaren Identität im Hinblick auf eine mögliche kulturelle Erneuerung. Dieses Verfahren plädiert für eine Einverleibung statt einer Zurückweisung, für eine Aneignung statt einer Angleichung und bietet die Chance, Abgrenzungen und Hierarchisierungen zugunsten einfühlender und gleichberechtigter Unmittelbarkeiten im Umgang mit Kulturen zu hinterfragen. Um 16:30 Uhr endete die Prozession mit einem Ritual am Martin-Luther-Platz.

Abschließend führte die Route zum Landhaus wo sich alle Aktivistinnen, Kolleginnen, Mitstreiterinnen und Freundinnen von Feminismus und Krawall um 17:00 Uhr zum Gruppenfoto einfanden. Unter dem Motto „Wir sind gleich, manche sind gleicher“ wurde dabei die Vergabe der Landeskulturpreise kritisiert. 2012 und 2013 ist diese Auszeichnung wieder nur an Künstler verliehen worden. Seit 1989 haben erst drei! Künstlerinnen einen großen Landeskulturpreis erhalten.

Das Programm in der Innenstadt war demnach ungefähr bis 18 Uhr angelegt. Für Kurzentschlossene oder Besucherinnen die erst später teilnehmen können, ist der Infopoint - Krawallschiff "Franzi Feigl" am Hauptplatz erste Anlaufstelle für Information.

Radio FRO 105,0 und dorf.tv sendeten live.

Zum grandiosen Finale startete um 20 Uhr bei freiem Eintritt das „Feministische Wunschkonzert“ mit Live Musik, Performances und Djing in der Stadtwerkstatt. Zu sehen waren: Danso Key, Petra und der Wolf, Missen Gemetzel, EsRaP & Dafina Sylejmani & Mindj Panther, Claudia Lima, Mayr und DJOzed; Moderation: Grace Latigo

Allianz für feministisches Engagement
Auf Initiative der Künstlerin Oona Valarie Serbest haben sich im vergangenen Jahr rund 80 Frauen aus unterschiedlichen NGOs, Kunst- und Kulturvereinen und Privatpersonen zu einem transkulturellen, frauenpolitischen Zusammenschluss organisiert. Daraus ist die Initiative „Feminismus und Krawall“ entstanden.

Gemeinsam ist der Initiative das Engagement für Frauenrechte und das Interesse an feministischen Anliegen. „Wir wollen mit „Feminismus und Krawall“unsere frauenpolitischen Forderungen und unsere Kritik in einem besonderen Format an die Öffentlichkeit bringen“ so die Aktivistinnen. Mittlerweile planen die Aktivistinnen dieser stetig wachsenden Allianz nicht nur Aktionen für den 8. März, sondern sie entwickeln und organisieren auch das ganze Jahr über frauenpolitische Projekte und Veranstaltungen. Erst kürzlich wurde die Initiative „Feminismus und Krawall“ mit dem Frauenpreis der Stadt Linz 2014 ausgezeichnet.

Feminismus und Krawall
Ein transkulturell, frauenpolitischer Zusammenschluss für »Feminismus und Krawall« in der Stadt! An verschiedenen Plätzen in der Linzer Innenstadt werden musikalische, akustische und performative Aktionen für Frauenrechte stattfinden. JOIN US!

www.feminismus-krawall.at

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